Sonnen- und Insektenschutz

Insekten­schutz­systeme: ohne Bohren, ohne Löcher

Klemmen oder kleben? Das sind die Lösungen!

Sommer, Sonne, Insekten – und Lösungen ohne Bohrer

Im Sommer summt, brummt und krabbelt es draußen in der Natur. Die Lösung: Insektenschutzgitter für Fenster und Türen. Aber was, wenn wir nicht in die Rahmen oder die Wand bohren möchten? Kein Problem, es gibt hochwertige Systeme ganz ohne Bohren – hier die besten Lösungen im Überblick.

 

Insektenschutzrahmen mit Einhängewinkeln oder Halteklammern von Teba – für ein Einhängen komplett ohne Bohren (Foto: Teba, teba.de)

Ein lauer Sommerabend, frische Luft im Zimmer – und plötzlich summt es am Ohr. Es ist dieses hohe, feine Geräusch, das nur Mücken können. Geht das Licht an, wird es sofort still – und die Mücke ist unsichtbar. Aber auch Wespen am Frühstückstisch oder Bienen, Hummeln und Fliegen am Fenster sind für beide Seiten nervig. Also her mit dem Insektenschutz! Die Auswahl ist groß, und zum Glück gibt es mittlerweile qualitativ hochwertige Systeme, die ganz ohne Bohren auskommen. Das ist nicht nur für Mietwohnungen ideal, auch hochwertige oder antike Rahmen bleiben so unbeschädigt. Bei einem Auszug oder im Winter lassen sich die Gitter einfach rückstandslos ausbauen. Diese praktischen Lösungen kommen komplett ohne Löcher im Rahmen aus:

Maßarbeit zum Einhängen: Der Spannrahmen

Die wohl stabilste und eleganteste Lösung für Standardfenster ist der Spannrahmen mit Einhängewinkeln. Hierbei wird ein passgenauer Aluminiumrahmen gefertigt, der über Edelstahl-Winkellaschen einfach in den Blendrahmen des Fensters eingehängt wird. Der große Vorteil: Er schließt absolut lückenlos ab, hält selbst starkem Wind stand und lässt sich vor dem Winter mit einem Handgriff spurlos entfernen und lagern.

Flexible Lösungen für unterschiedlichste Fenster: Insektenschutzrollo von Erfal mit nahezu unsichtbarem Transpatec-Gewebe und wetterfesten Profilen in vielen Farben (Foto: Erfal, erfal.de)

Für mehr Fensterfreiheit: Klemm-Rollos

Wer das Fenster nicht nur zum Lüften nutzt, sondern sich auch mal herauslehnen oder Blumen gießen möchte, greift zum Klemm-Rollo. Die Konstruktion wird per Teleskop-Funktion oder speziellen Klemmträgern durch Druck in die Fensterlaibung gespannt. Der große Vorteil: Praktischer Komfort. Soll das Fenster offen und frei sein, schiebt man das Gewebe einfach in die Kassette.

Die flache Lösung: Magnetsysteme

Wenn der Platz am Fenster extrem knapp ist, zum Beispiel zwischen Fenster und Rollladen – oft geht es hier um Millimeter –, schlägt die Stunde der Magnetsysteme. Ein selbstklebendes Magnetband wird auf den Rahmen aufgebracht, das Gegenstück sitzt flexibel am Insektenschutzgitter. Der große Vorteil: Eine besonders flache Aufbauhöhe. Das Gitter lässt sich zum Reinigen oder im Winter einfach abklicken.

Gerade neu auf dem Markt: Das Isifix-System, entwickelt von Erfal und Neher, das über Raumausstatter und den Fachhandel zu beziehen ist. Es gibt fünf Profilausführungen für unterschiedliche Fensterrahmen und auch anspruchsvolle Einbausituationen. Das vormontierte System lässt sich mit einer Clip-Befestigung in wenigen Sekunden montieren. (Foto + Produkt: Erfal, erfal.de)

Variabel und schnell: Der Teleskoprahmen

Wenn es eine Sofort-Lösung ohne langes Ausmessen für die Maßanfertigung sein soll, bieten sich Teleskoprahmen an. Sie bestehen aus einem Metallrahmen, der sich in Breite und Höhe stufenlos ausziehen und anpassen lässt. Fixiert wird er meist durch Federkraft. Der große Vorteil: Perfekt für alle, die schnell Schutz brauchen oder ungenaue Fenstermaße ausgleichen müssen.

Für die Balkontür: Lamellenvorhänge

Auch geöffnete Türen lassen sich ohne Bohren schützen. Die Lösung: Lamellenvorhänge, bei denen die einzelnen Bahnen aus Insektenschutzgewebe bestehen. Die Befestigungsschiene wird einfach per Klebestreifen oder Klemmleiste über der Tür fixiert. Die einzelnen, beschwerten Lamellen überlappen sich, sodass Insekten nicht hindurchkommen. Der große Vorteil: Man kann problemlos mit vollen Händen hindurchgehen; die Lamellen schließen sich danach von ganz allein.

Der Nachteil bei der Klebevariante: Die Klebestreifen lassen sich zwar wieder entfernen, aber das erfordert Geduld. Da die Schiene das Gewicht der schweren Lamellen plus Windzüge tragen muss, nutzen Markenhersteller sehr haftstarke Klebstoffe. Nach einer vollen Sommersaison härtet dieser Kleber durch UV-Strahlung und Hitze stark aus. Beim Abziehen der Schiene bleiben daher fast immer zähe, klebrige Rückstände auf dem Türrahmen zurück.

Gut zu wissen: Das richtige Gewebe macht den Unterschied

Neben der Befestigung lohnt sich ein Blick auf das Gewebe. Die richtige Maschenweite entscheidet, welche Insekten aufgehalten werden – je feiner, desto sicherer. Die Farbe des Gewebes ist wichtig für die Durchsicht: Während weiße Netze oft wie ein Sichtschutz wirken, sind schwarze Gewebe für das Auge fast unsichtbar. Wer es individueller mag, kann seinen Insektenschutz auch mit Wunschmotiven bedrucken lassen.

Und was ist mit der klassischen Klettband-Variante vom Discounter?

Die gibt es natürlich auch. Als schnelle, ultragünstige Notlösung für ein WG-Zimmer mag das Klettband reichen. Wer jedoch eine langlebige, optisch saubere und rückstandsfreie Lösung für sein Zuhause sucht, fährt mit den oben genannten Systemen langfristig deutlich besser.

Hinweis für Haustierbesitzer

Wer Hund oder Katze hat, sollte genauer hinschauen: Herkömmliche Gewebe halten Krallen, Pfötchen und Zähnen meistens nicht stand. Die Lösung ist extrem reißfestes Spezialgewebe, sogenanntes Haustiergewebe. Aber Achtung: Für die Sicherheit der Tiere benötigt dieses Gewebe zwingend eine fest verschraubte Rahmenmontage. Springt ein Tier dagegen, darf das System keinesfalls nachgeben oder abstürzen. Hier sollte im Einzelfall immer eine fachkundige Beratung eingeholt werden.

 

 

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