Wenn ein historischer Stil in unsere Zeit passt, dann Art-Déco. Am besten in seiner angepassten Variante: Modern Art-Déco. Und am schnellsten holen wir uns diesen glanzvollen Look mit einer Tapete ins Zuhause. Hier erzählen wir, welche Zeit den Art-Déco-Stil prägte und wie wir ihn am besten umsetzen für einen Hauch Gatsby-Flair.
Glamouröse Partys, schimmernde Stoffe, der Duft von Freiheit und eine Architektur, die nach den Sternen griff: Die 1920er-Jahre faszinieren bis heute. Wenn F. Scott Fitzgerald in seinem Romanklassiker Der große Gatsby das schillernde Leben der New Yorker High Society beschreibt, zieht er uns in eine Welt voller Eleganz und Opulenz. Es war eine Zeit der Dramen, großen Gefühle und Auftritte, mit Glanz und Eleganz, Befreiung und Aufbruch. Alte Konventionen wurden über Bord geworfen, Frauen eroberten sich neue Freiheiten, der Jazz revolutionierte die Musikszene. In Kunst und Architektur entstand ein mutiger, moderner Stil, der bis heute nachwirkt. All das prägte den Art-Déco-Stil, ebenso die Befreiung von allem Schnörkeligen des Jugendstils, der die Jahre davor dominierte. Man feierte die Moderne und setzte auf eine klare, geometrische Formsprache.
– Symmetrische Bögen und Fächer: Die ikonischen Fächermuster erinnern an die eleganten Straußenfeder-Boas der Flapper-Girls und die geschwungenen Bögen der damaligen Architektur.
– Filigrane Linienführungen: Rauten, Zickzack-Muster und Trapez-Formen verleihen Räumen Dynamik.
– Ein Hauch von Gold: Metallic-Akzente in Gold, Messing oder Silber lassen den Raum funkeln, typisch für das Jazz-Age.
Neben den markanten Kontrasten hat das Art Déco eine zweite feminine Facette, die an die eleganten Boudoirs und Salons der Epoche erinnert. Hier treten die Geometrien zurück und machen Platz für weiche, organischere Formen: stilistisch angedeutete Pfauen- und Palmenwedel, schuppenartige Perlmutt-Muster und fließende Bögen. In Kombination mit pudrigen Nude-Tönen, Rosé, Altrosa oder Cream wirken diese Tapeten leicht, feminin und elegant.
Sind diese Themen der 1920er nicht zeitlos? Drama, Glanz, Befreiung und Aufbruch sind universell, ebenso der Wunsch nach Klarheit und Reduzierung. Und insbesondere in Zeiten von Schnelllebigkeit und Minimalismus sehnen wir uns wie damals nach all dem – ein bisschen Drama, Eleganz und Alltagsluxus, und bitte nicht zu viele Schnörkel. Es darf erwachsen und elegant sein, ohne unser Leben zu überfrachten. All das liefert der Art-Déco-Stil. Und besonders einfach erzeugen wir den Look mit einer Tapete. Alles andere darf bleiben, wie es ist. Wir müssen auch nicht in einem prunkvollen Anwesen auf Long Island wohnen oder in einem historischen Gebäude in der Altstadt. Modern Art-Déco, ein neu interpretierter Art-Déco-Stil, übersetzt die historischen Vorlagen in zeitgemäße Varianten, die sich vielen Stilen anpassen. Die Farbwelt reicht von tiefem Nachtblau und Smaragdgrün über edles Petrol bis hin zu pudrigen Rosé- und Nude-Tönen.
Damit der Look edel wirkt und den Raum nicht zu sehr dominiert, ist bei den ausdrucksstarken Art-Déco-Tapeten die Dosierung zentral:
– Die Akzentwand: Eine einzelne Wand wird zum Hauptdarsteller – zum Beispiel hinter dem Sofa, im Flur oder als edler Hintergrund hinter dem Bett-Kopfteil.
– Schlichte Ergänzungen: Besonders gut passen zu den geometrischen Mustern schlichte, matte Wandfarben, die eine Nuance der Tapete aufgreifen, aber heller sind bei dunklen Mustern oder etwas dunkler bei pudrigen Boudoir-Tapeten.
– Material-Dialog: Wer noch ein bisschen mehr Art-Déco möchte, schafft sich außerdem etwas in Samt an – einen Vorhang oder Sessel –, einen Tisch oder ein Sideboard aus dunklem Holz, dazu ein paar dezente Messing-Accessoires oder eine Messing-Lampe.
Struktur und Haptik für die Wand
Wild und großartig: Tapeten mit XXL-Botanik
Made in Tirol: ausgezeichnete Naturoberflächen
Glanztapeten: Schillernde Eleganz für jeden Stil